Google steigert Umsatz und Gewinn

Das Internetunternehmen Google Inc. aus Mountain View hat im April seine Quartalszahlen für das Q1 des Jahres 2012 vorgelegt, mit sehr positiven Ergebnissen. Der Umsatz stieg um 24 Prozent, der Gewinn gar um 61 Prozent. Die Analysteneinschätzungen reichen von Optimismus bis zur nüchternen Feststellung erwarteter Ergebnisse.

Zahlen von Google
Im ersten Quartal 2012 wurden Gewinne von 2,89 Milliarden Dollar erzielt, weshalb Google-Aktionäre nun eine Dividende erhalten werden. Der Nettoumsatz lag bei 8,14 Milliarden Dollar, wobei die Gebühren an Partner-Webseiten herausgerechnet wurden. Das sind diejenigen Seiten, die Google bei sich implementieren und dafür eine Beteiligung erhalten, ebenso die vielen AdSense-Partner, die Google auszahlt. Der ausgewiesene Umsatz betraf also die Einnahmen des Konzerns selbst, die an ihn von Werbetreibenden flossen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 6,54 Milliarden Dollar stieg dieser Umsatz um 24 Prozent. Analysten hatten das Ergebnis im Grunde erwartet. Dennoch verläuft die Entwicklung durchweg positiv, denn der Gewinn stieg gar um 61 Prozent auf 2,89 Milliarden Dollar netto, im Vergleichszeitraum 2011 waren es noch 1,8 Milliarden Dollar gewesen. Der Aktienkurs steigerte sich um 8,75 pro Aktie, ein Google-Wertpapier kostete am 18.04.2012 nach europäischem Börsenschluss 612,45 Dollar. Im Jahr 2004 hatten die Aktien bei rund 70 Dollar gelegen. Google verdient pro Aktie 10,08 Dollar, was leicht über den Erwartungen lag, und wird nun Dividenden ausschütten. Zudem wurde ein Aktiensplitt von 2:1 angekündigt, was bei dem hohen Preis für einzelne Aktien nicht verwundert und möglicherweise ein Kursfeuerwerk auslösen könnte. Denn die Aktien werden danach optisch preiswerter und daher viel leichter handelbar. Analysten wie Whit Anders (Gartner) bewerten das Vorhaben als Referenz an die Aktionäre, die davon erheblich profitieren könnten.

Zukünftige Geschäftspolitik von Google
Google will seine Aktienbasis ausbauen und künftig auch stimmrechtslose Aktien ausgeben, Google-Chef Larry Page und Mitgründer Sergey Brin werden ihren Einfluss jedoch vollständig behalten. Gerade mit den stimmrechtslosen Aktien können Anleger zwar profitieren, aber die Firmenpolitik keinesfalls beeinflussen. Page und Brin intendieren ausdrücklich eine zentral gelenkte Geschäftspolitik von Google. Larry Page hatte seinen Chefsessel erst vor einem Jahr wieder besetzt, nachdem er zwischen 2001 bis März 2011 die Produktentwicklung geleitet hatte. Er will Google breiter aufstellen, sich gegen Facebook und Twitter deutlich positionieren und auf die mobilen Technologien fokussieren, die das Antlitz der Suchmaschine künftig verändern könnten und auch Auswirkungen auf Suchmaschinenmarketing haben könnte.



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